Ein Grundstück verkauft man selten zweimal im Leben. Entsprechend unklar ist für die meisten Eigentümer, wo sie überhaupt anfangen sollen: Makler oder Direktverkauf, Anzeige oder stilles Gespräch, und vor allem die Frage, die alles andere überlagert. Was ist die Fläche eigentlich wert.
Dieser Beitrag beantwortet die Fragen in der Reihenfolge, in der sie sich stellen, und er tut das aus der Sicht dessen, der am anderen Ende sitzt. Wir sind Bauträger in Borken und kaufen Grundstücke an, um selbst darauf zu bauen. Was wir dabei prüfen und warum, steht hier vollständig.
Die drei Wege, ein Grundstück zu verkaufen
Über einen Makler. Er bewertet, erstellt ein Exposé, inseriert und führt die Termine. Das kostet Provision und Zeit, kann sich aber lohnen, wenn die Fläche für private Bauherren attraktiv ist und Sie es nicht eilig haben.
Privat auf eigene Faust. Sie sparen die Provision und übernehmen dafür alles selbst: Bewertung, Inserat, Besichtigungen, Verhandlung, Vorbereitung des Notartermins. Der häufigste Fehler dabei ist nicht ein zu niedriger Preis, sondern eine falsche Vorstellung davon, was auf der Fläche baurechtlich zulässig ist.
Direkt an einen Bauträger. Ein Gespräch, ein Käufer, kein Inserat. Der Bauträger prüft das Baurecht selbst und kauft für ein eigenes Vorhaben. Dieser Weg ist meistens der schnellste und der diskreteste. Ob er auch der beste ist, hängt an Ihrer Fläche.
Warum das Baurecht über den Preis entscheidet
Die verbreitetste Annahme beim Grundstücksverkauf lautet: Quadratmeter mal ortsüblicher Preis. Genau daran scheitern die meisten Preisvorstellungen, nach oben wie nach unten.
Was eine Fläche wert ist, entscheidet das zulässige Maß der baulichen Nutzung. Wie viele Geschosse sind erlaubt, welche Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl gelten, wie liegen die Abstandsflächen, welche Dachform schreibt der Bebauungsplan vor, wie viele Stellplätze sind nachzuweisen. Zwei gleich große Flächen in derselben Straße können deshalb weit auseinanderliegen, wenn auf der einen ein Mehrfamilienhaus zulässig ist und auf der anderen ein Einfamilienhaus mit Satteldach.
Dazu kommen die Fragen, die niemand von der Straße aus beantworten kann: Bodenverhältnisse, Grundwasserstand, Altlastenverdacht, Erschließung, Zuwegung, Baulasten und Rechte im Grundbuch. Mehr dazu steht in unserem Beitrag Was ist mein Grundstück wert.
Was wir in Borken und Umgebung ankaufen
Unser Kerngebiet ist Borken und ein Umkreis von rund 30 Kilometern, also Bocholt, Coesfeld, Stadtlohn, Velen, Reken, Heiden, Raesfeld, Gescher, Südlohn, Vreden und Ahaus. In diesem Gebiet kaufen wir laufend an:
- Baugrundstücke, erschlossen wie unerschlossen
- Baulücken zwischen bestehenden Häusern
- Teilflächen und Gartengrundstücke, die sich abtrennen lassen
- Grundstücke mit Altbestand, auch abrissreif
- ehemalige Hofstellen und Flächen im Innenbereich
- größere Entwicklungsflächen
Eine Untergrenze gibt es nicht. Eine schmale Baulücke mitten im Ort kann für uns interessanter sein als eine große Fläche ohne Baurecht.
Was ein Verkauf an den Bauträger für Sie ändert
Der spürbarste Unterschied ist der Zustand. Ein privater Käufer bewertet, was er sieht, und zieht von allem, was ihn abschreckt, großzügig ab. Wir bewerten, was zulässig ist, und rechnen den Rückbau eines Altbestands als Position ein. Sie müssen deshalb nichts räumen, nichts abreißen lassen und keine Handwerker bestellen.
Der zweite Unterschied ist die Sicherheit. Der häufigste Abbruch beim privaten Grundstücksverkauf ist eine Finanzierung, die doch nicht zustande kommt, oft nach Wochen. Wir kaufen als Unternehmen, das die Fläche selbst bebaut, und entscheiden vor dem Angebot, nicht danach.
Der dritte ist die Ruhe. Es gibt kein Exposé, keine Anzeige und kein Schild am Zaun. Wer verkauft, bestimmt selbst, wann die Nachbarschaft davon erfährt.
Der Ablauf in fünf Schritten
- Sie melden sich. Ort, ungefähre Größe, um was es sich handelt. Mehr brauchen wir für den Anfang nicht.
- Erste Einschätzung. Sie hören innerhalb von 24 Stunden von uns. Ob die Fläche grundsätzlich passt, sagen wir meist schon im ersten Gespräch.
- Besichtigung vor Ort. Kostenfrei und unverbindlich, durch Sebastian Zielinski persönlich.
- Prüfung und Kalkulation. Bebauungsplan, Baurecht, Boden, Erschließung. Auf unsere Kosten.
- Angebot und Notartermin. Schriftlich und nachvollziehbar. Ein Grundstückskaufvertrag wird notariell beurkundet, daran führt kein Weg vorbei.
Häufige Fragen
Was kostet mich eine Anfrage? Nichts. Einschätzung, Besichtigung und die Prüfung des Baurechts übernehmen wir auf eigene Kosten, auch wenn am Ende kein Verkauf zustande kommt.
Mein Grundstück ist nicht erschlossen. Ist das ein Ausschlussgrund? Nein. Erschließung ist eine Kostenposition. Erd-, Kanal- und Leitungsbau gehören zu unseren eigenen Leistungen, wir können den Aufwand deshalb realistisch einschätzen.
Auf dem Grundstück steht noch ein altes Haus. Das ist einer der häufigsten Fälle. Wir kaufen im vorhandenen Zustand an und kalkulieren den Rückbau mit.
Wie lange dauert es bis zum Notartermin? Das hängt an der Prüfung und daran, wie schnell die Unterlagen vorliegen. Eine belastbare Zahl nennen wir erst, wenn wir Ihre Fläche gesehen haben. Was wir zusagen, ist die erste Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden.
Ein Grundstück in Borken abzugeben?
Bevor Sie ein Inserat aufgeben, lohnt sich ein Gespräch. Wir sagen Ihnen ehrlich, was auf der Fläche möglich ist, und ebenso ehrlich, wenn ein anderer Weg für Sie der bessere wäre. Grundstück anbieten oder nachlesen, wie unsere Projektentwicklung eine Fläche prüft.